Nachrichtenarchiv
10.07.2016 
Kindergarten St. Nikolaus Ottbergen baut für eine neue Krippengruppe um / Eröffnung für Oktober geplant / Platz für 15 Kinder
Was machen die Handwerker denn da? Die künftigen Krippenkinder sind schon ganz gespannt. Erzieherin Regina Ruscheinsky passt auf, das niemand vom Stuhl kippt. Foto: A. Hempen / Hildesheimer Allgemeine Zeitung
(Schellerten/am) Noch gut zwei Monate, dann werden die bald dreijährigen Mädchen und Jungen, die an diesem Morgen im ersten Stock gemeinsam frühstücken, nicht mehr die Jüngsten im Kindergarten St. Nikolaus in Ottbergen sein.  

Im Oktober nämlich öffnet die erste Krippengruppe im Haus. Seit Mai laufen dafür die Umbauarbeiten im Erdgeschoss. Die Kosten dafür belaufen sich auf 220 000 Euro, 9240 Euro davon steuert der Träger, die katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus Ottbergen bei, den Löwenanteil von 180 000 Euro zahlt das Land. Die Gemeinde Schellerten bietet bisher Krippenplätze in Garmissen, Schellerten und Dingelbe an. In Ottbergen gab es bisher nur eine altersübergreifende Gruppe.

Wenn dieses Haus erzählen könnte – es wäre sicher spannend. Um 1900 ist das Fachwerkhaus mit Stall gebaut worden. Während des Zweiten Weltkrieges richteten die Nationalsozialisten in den Räumen einen Kindergarten ein. 1945 übernahmen die Vinzentinerinnen die Immobilie, betreuten dort Kinder- und Senioren. „Eine Altenwohnung durfte nicht größer als zehn Quadratmeter sein“, erzählt Wilhelm Stümpel, Kirchenvorstandsmitglied.

Einige Jahre später sah man ein, dass zehn Quadratmeter für eine Wohnung doch sehr eng bemessen war und beschränkte sich auf die Kinderbetreuung in der Klosterstraße. Nur die Vinzentinerinnen wohnten damals im Haus. 1984 übernahm die Pfarrgemeinde St. Nikolaus die Immobilie und baute sie zum modernen Kindergarten um. Die Leiterin, damals wie heute: Regina Jahns. Drei Umbauten erlebte Jahns bereits an ihrem Arbeitsplatz und bekam mit, wie sich auch die Auflagen veränderten. Vor allem der Brandschutz. Notausgänge, feuerfeste Möbel, Türen, die einen bestimmten Sicherheitsstandard erfüllen müssen. Auch die Bedürfnisse der Familien haben sich geändert. Immer mehr Eltern sind auf längere Betreuungszeiten angewiesen. „Wir weiten ab Oktober bis 16 Uhr aus“, erklärt Stümpel. Bis dahin werden die Mädchen und Jungen im Kindergarten und neuerdings auch in der Krippe betreut.

(geänderter) Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Autorin (Andrea Hempen/Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

 

 
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